Jimmy Matrix M9 Pro & S9 Sprudelmodul im Test: Das modulare Getränkesystem auf dem Prüfstand

Jimmy Matrix M9 Pro & S9 Sprudelmodul im Test: Das modulare Getränkesystem auf dem Prüfstand

Aug 15, 2026 Wasserfilter , Wohnen & Haushalt 0Kommentare

Das Jimmy Matrix M9 pro definiert sich als ein innovatives, modular aufgebautes Getränkesystem.Das Herzstück des Systems bildet eine fortschrittliche Umkehrosmoseanlage (M9) mit integrierter Heißwasserfunktion. Durch optionale Zusatzmodule, wie dem Matrix S9 Sprudelmodul zur Wasserkühlung und -karbonisierung sowie einem Eiswürfelbereiter, lässt sich das System flexibel zu einer vollwertigen Getränkestation erweitern. Im folgenden Testbericht werden die Filterleistung, die Bedienung sowie die Stärken und Schwächen des Systems im praktischen Alltag detailliert analysiert.

1. Filtertechnologie und präzise Wasseranalyse (TDS)

Die Filterung des Leitungswassers erfolgt beim M9 über ein 7-stufiges Umkehrosmose-Filtersystem, welches laut Hersteller bis zu 99,99 % aller Verunreinigungen zuverlässig eliminiert.

Das Filtersystem befindet sich gut zugänglich unter der oberen Abdeckung des Geräts.

Die Filter können je nach Verschleißanzeige auf dem Display einzeln und mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden.

Nach der vollautomatischen Erstinstallation und Systemspülung, die etwa zwei bis drei Minuten in Anspruch nimmt, zeigt das integrierte Vollfarbdisplay den TDS-Wert (Total Dissolved Solids) in Echtzeit an.

Das Display liefert hierbei zwei Werte:

* den TDS-Wert des ungefilterten Leitungswassers (Rohwasser)
* und den des gefilterten Wassers (Reinwasser)

Messwerte im Praxistest

Bei einem TDS-Eingangswert des Leitungswassers von 219 ppm sank der TDS-Wert des gefilterten Wassers auf hervorragende 4 ppm (Anzeige 004).

Dies entspricht einer exzellenten Entsalzungsrate von rund 98 % und belegt die hohe Wirksamkeit der Filtermembran.

(Hinweis: Der Tester im Video interpretierte die Displayanzeige „004“ fälschlicherweise als „0,04“.)

2. Bedienkomfort, Ergonomie und Heißwasserfunktion

Das Gerät verfügt über ein großzügiges, intuitives Farbdisplay und einen großvolumigen Wassertank für den täglichen Wasservorrat.

Eine entnehmbare Tropfschale erleichtert die Reinigung des Ausgabebereichs.

Eine integrierte LED-Anzeige über dem Auslass signalisiert optisch, ob heißes (rotes Licht) oder kaltes Wasser ausgegeben wird.

 

 

Sicherheit und Steuerung

Zum Schutz vor Verbrühungen ist das System mit einer automatischen Kindersicherung (Child Lock) ausgestattet.

Nach dem Entsperren kann der Nutzer über Direktwahltasten die gewünschte Temperatur (bis zu 98 °C) und die Ausgabemenge (z. B. 150 ml) präzise voreinstellen.

 

 

 

3-Sekunden-Schnellheizung

Im Heißwassertest (eingestellt auf 98 °C bei 150 ml) liefert das System nach einer ultrakurzen Vorlaufzeit von nur 3 Sekunden kochend heißes Wasser.

Nach Erreichen der Zielmenge stoppt die Ausgabe automatisch und die Einstellungen werden für den nächsten Bezug zurückgesetzt.

Ein unbegrenzter Bezug von Wasser in Raumtemperatur ist ebenfalls per einfachem Knopfdruck möglich.

3. Das S9-Sprudelmodul: Kühlung und Karbonisierung

Für Liebhaber von kohlensäurehaltigen Getränken lässt sich das M9-System nahtlos mit dem S9-Sprudelmodul koppeln.

Hierzu wird eine seitliche Abdeckung am Hauptgerät entfernt und das Zusatzmodul einfach eingesteckt.

 

Aktive Kompressorkühlung

Auf der Rückseite des Sprudelmoduls befindet sich ein separat zuschaltbarer Kompressor.

Dieser kühlt das gefilterte Wasser intern auf eine erfrischende Temperatur von ca. 10 bis 15 °C herunter.

Da kaltes Wasser Kohlensäure physikalisch deutlich besser bindet als warmes Wasser, ist diese aktive Kühlung für ein optimales Sprudelergebnis essenziell.

 

 

 

CO₂-Zylinder-Kompatibilität

Zur Karbonisierung nutzt das System standardmäßige 60-Liter CO₂-Schraubzylinder (blaue Kartuschen mit klassischem Tr21-4 Gewinde), die universell im Handel erhältlich sind.

Neuere Quick-Connect-Zylinder (pinkfarbene Systeme) mit Schnellverschluss können hier nicht verwendet werden.

Die CO₂-Kartusche wird unkompliziert von oben in das Modul eingedreht.

Im Lieferumfang des Zusatzgeräts sind zudem zwei passende Sprudelflaschen enthalten, die einfach unter den Auslass geklickt werden.

Jimmy Matrix M9 Pro mit S9 Sprudelwassermodul

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4. Kritische Alltagserfahrungen und Funktionseinschränkungen

Trotz der hervorragenden Gesamtleistung offenbarten sich im Test zwei konstruktionsbedingte Schwachstellen, die im täglichen Gebrauch beachtet werden sollten:

 

Fehlende Mengenvorwahl im Sprudelmodus (Überlaufgefahr)

Während im Heißwassermodus präzise Mengenvorgaben möglich sind, verfügt das Sprudelmodul über keine automatische Abschaltung.

Die Ausgabe von gekühltem Wasser oder Sprudelwasser läuft kontinuierlich und muss durch einen zweiten Tastendruck manuell gestoppt werden.

Da das Befüllen einer 500-ml-Flasche rund 30 Sekunden dauert, neigen Nutzer dazu, das Gerät unbeaufsichtigt zu lassen, was zu einer akuten Überlaufgefahr führt.

 

Temperaturverzögerung beim Heiß-Kalt-Wechsel

Wird unmittelbar nach dem Bezug von heißem Wasser (98 °C) kaltes Wasser angefordert, kann das System die Restwärme in den Leitungen nicht sofort kompensieren.

Das erste ausgegebene Wasser ist in diesem Fall noch warm (ca. 60 °C).

Erst bei fortlaufendem Bezug kühlt sich das Wasser wieder auf das gewünschte Niveau ab.

5. Wissenschaftliche Einordnung: Demineralisierung & Geschmack

Beim Praxistest fällt zunächst auf, dass das gefilterte Osmosewasser einen extrem niedrigen TDS-Wert aufweist und nahezu vollständig demineralisiert ist.

Das macht sich auch beim Wasser selbst bemerkbar: Es ist deutlich weicher, und gerade bei Heißgetränken wie Tee und Kaffee wirkt sich das positiv auf den Geschmack aus. Der Eigengeschmack kommt besser zur Geltung und das Wasser sorgt insgesamt für ein weicheres Mundgefühl.

An dieser Stelle möchte ich allerdings auch eine Aussage aus dem Video einordnen. Der Tester äußert die Sorge, dass demineralisiertes Wasser bei dauerhaftem Konsum „ungesünder“ als Leitungswasser sein könnte.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Aussage so nicht ganz korrekt: Unser Körper nimmt essentielle Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium in erster Linie über die feste Nahrung auf und nicht über das Trinkwasser.

Bei einer ausgewogenen Ernährung ist der regelmäßige Konsum von demineralisiertem Wasser daher gesundheitlich völlig unbedenklich.

Wer trotzdem nicht auf Mineralien im Wasser verzichten möchte, hat zudem mehrere Möglichkeiten: Man kann das gefilterte Wasser nachträglich remineralisieren oder alternativ normales Leitungswasser direkt über das Sprudelmodul aufbereiten.

Fazit

Das Jimmy Matrix M9 Pro in Kombination mit dem S9 Sprudelmodul ist ein hochentwickeltes, funktionales und preislich äußerst konkurrenzfähiges Getränkesystem.

Es glänzt mit einer hervorragenden Filterleistung von nahezu 98 % Entsalzung, einer blitzschnellen 3-Sekunden-Heißwasserbereitung und einem sehr guten Geschmack des selbst hergestellten Sprudelwassers, der dem von klassischem Flaschenwasser in nichts nachsteht.

Unter Berücksichtigung der kleinen Alltagsschwächen – wie der fehlenden Abschaltautomatik beim Sprudeln und der thermischen Trägheit beim schnellen Wechsel von heiß auf kalt – bietet Jimmy hier ein erstklassiges, modulares Gesamtkonzept für den modernen Haushalt an.

@Dens ToolBox

 

Jimmy Matrix M9 Pro mit S9 Sprudelwassermodul

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Häufige Fragen zum Jimmy Matrix M9 Pro & S9

Die wichtigsten Fragen aus der Praxis – kurz und verständlich beantwortet, damit du vor dem Kauf weißt, was dich beim M9 Pro mit S9 erwartet.

Welche CO₂-Flasche brauche ich für das S9?

Das S9 verwendet gängige 60-Liter-CO₂-Schraubzylinder mit TR21-4-Gewinde. Wer bereits CO₂-Zylinder zuhause hat, sollte deshalb vor dem Kauf kurz prüfen, welches Anschlusssystem vorhanden ist.

Wichtig: Die neueren Quick-Connect-Zylinder mit pinkfarbener Kartusche sind für das S9 nicht geeignet.

Wie stark sprudelt das Wasser eigentlich?

Das S9 kühlt das Wasser zunächst herunter und karbonisiert es anschließend. Kaltes Wasser kann CO₂ besser aufnehmen, wodurch ein angenehm spritziges und erfrischendes Ergebnis entsteht.

Wie stark das Wasser am Ende sprudelt, hängt natürlich auch von der verwendeten CO₂-Menge und dem persönlichen Geschmack ab.

Kann das Sprudelwasser überlaufen?

Ja, hier sollte man kurz aufpassen. Im Sprudelmodus gibt es aktuell keine automatische Abschaltung. Die Wasserabgabe läuft weiter, bis sie manuell gestoppt wird.

Eine 500-ml-Flasche benötigt ungefähr 30 Sekunden. Deshalb sollte man den Vorgang nicht unbeaufsichtigt laufen lassen und rechtzeitig stoppen.

Warum kommt nach heißem Wasser beim Wechsel auf kalt zunächst noch warmes Wasser?

Das liegt an der Restwärme in den internen Leitungen. Wenn direkt zuvor beispielsweise 98 °C heißes Wasser ausgegeben wurde, kann beim anschließenden Wechsel auf kaltes Wasser zunächst noch deutlich wärmeres Wasser kommen.

Nach kurzer weiterer Ausgabe erreicht das Wasser wieder die gewünschte kalte Temperatur. Das ist daher kein Hinweis auf einen Defekt.

Filtert der M9 Pro das Wasser wirklich so stark?

Ja. In unserem Praxistest lag das Leitungswasser bei 219 ppm TDS. Nach der Umkehrosmose-Filtration wurden nur noch 4 ppm gemessen.

Das zeigt deutlich, wie stark die RO-Membran die im Wasser gelösten Stoffe reduzieren kann.

Ist das Wasser nach der Umkehrosmose nicht zu „rein“?

Durch die Umkehrosmose werden neben vielen unerwünschten Stoffen auch Mineralien wie Calcium und Magnesium deutlich reduziert. Deshalb hat das gefilterte Wasser einen sehr niedrigen TDS-Wert.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass das Wasser gesundheitlich problematisch ist. Mineralstoffe werden hauptsächlich über die normale Ernährung aufgenommen. Wer einen höheren Mineralgehalt im Trinkwasser bevorzugt, kann entsprechend remineralisiertes Wasser verwenden.

Schmeckt das Osmosewasser überhaupt gut?

Im Test war das Wasser deutlich weicher und geschmacklich sehr neutral. Gerade wenn du den Geschmack von stark mineralisiertem Leitungswasser nicht magst, kann das ein großer Vorteil sein.

Auch für Tee und Kaffee kann das neutrale Wasser interessant sein, da der Eigengeschmack des Getränks stärker im Vordergrund steht.

Brauche ich das S9 überhaupt, wenn ich nur gefiltertes Wasser möchte?

Nein. Wenn du hauptsächlich gefiltertes Wasser und heißes Wasser möchtest, reicht der M9 Pro aus.

Das S9 ist vor allem dann interessant, wenn du zusätzlich gekühltes und karbonisiertes Wasser möchtest und dafür nicht ständig Wasserflaschen kaufen und schleppen willst.

Kann ich das S9 später noch nachrüsten?

Ja. Das ist einer der Vorteile des modularen Konzepts. Du kannst zunächst mit dem M9 Pro starten und das System später mit dem S9 um die Sprudel- und Kühlfunktion erweitern.

Gerade wenn du noch nicht sicher bist, ob du regelmäßig Sprudelwasser trinken möchtest, kann das eine interessante Option sein.

Wie schnell bekomme ich heißes Wasser?

Ziemlich schnell. In unserem Test wurden bei einer Einstellung von 98 °C und 150 ml bereits nach ungefähr 3 Sekunden heißes Wasser ausgegeben.

Für eine Tasse Tee, Kaffee oder heißes Wasser zwischendurch ist das deutlich bequemer, als jedes Mal einen Wasserkocher zu starten.

Was sind die größten Nachteile des M9 Pro mit S9?

Zwei Punkte sollte man vor dem Kauf kennen:

Erstens: Im Sprudelmodus gibt es keine automatische Abschaltung, sodass die Wasserabgabe manuell gestoppt werden muss.

Zweitens: Nach der Ausgabe von sehr heißem Wasser kann beim direkten Wechsel auf kalt zunächst noch warmes Wasser kommen.

Beides sind im Alltag keine großen Probleme, solange man diese Eigenheiten kennt.

Lohnt sich der M9 Pro mit S9 wirklich oder ist das nur ein teures Spielzeug?

Wenn du nur normales Leitungswasser trinken möchtest, brauchst du ein solches System natürlich nicht unbedingt.

Interessant wird der M9 Pro mit S9 vor allem für Haushalte, die regelmäßig gefiltertes Wasser, heißes Wasser und Sprudelwasser nutzen und diese Funktionen möglichst kompakt in einem System haben möchten.

Gerade das modulare Konzept macht das Gerät interessant: Du kannst mit dem M9 Pro starten und das S9 bei Bedarf ergänzen.

Unser Fazit: Der Jimmy Matrix M9 Pro mit S9 ist kein komplett perfektes System. Vor allem die fehlende automatische Abschaltung beim Sprudeln sollte man wissen. Dafür kombiniert das System RO-Filterung, Heißwasser sowie gekühltes Sprudelwasser in einer modularen Lösung.

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