Schnell zur Plakette: online bestellen oder vor Ort abholen
Viele Versicherungen bieten den Abschluss online an. Das ist bequem, aber die Plakette kommt dann meistens per Post. Häufig dauert das nur wenige Werktage, aber darauf verlassen sollte man sich nicht immer. Je nach Anbieter, Versandweg, Wochenende oder Feiertagen kann es länger dauern.
Wenn man den Scooter gerade bekommen hat und möglichst schnell fahren möchte, kann ein lokaler Versicherungsvertreter oder eine Geschäftsstelle die bessere Lösung sein. Einige Versicherer geben die Versicherungsplakette direkt vor Ort aus. Dann kann man sie nach dem Abschluss mitnehmen und am Scooter anbringen. Da man die Fahrzeugidentifikationsnummer des E-Scooters vor der Lieferung noch nicht kennt, kann man die Versicherung üblicherweise noch nicht im Voraus abschließen, daher ist es meist die schnellste Möglichkeit bei einem Versicherungsbüro vor Ort die Plakette zu holen. Sinnvoll ist es dort zuvor kurz anzurufen, ob auch tatsächlich die Klebekennzeichen vorhanden sind, so dass man nicht doch auf Post mit dem Versicherungskennzeichen warten muss.
Es bietet sich an z.B. bei Google Maps nach Versicherungsvertretern mit Büro in der Umgebung zu schauen. Die Preise orientieren sich meist, aber nicht immer, an den oben in der Preisvergleichstabelle genannten Onlinepreisen. Viele Büros hat z.B. die Allianz oder die HUK ode die LVM, je nach Gegend können es aber auch regionale Anbieter sein die häufiger vertreten sind. Oft bieten z.B. auch Sparkassen lokal die Kennzeichen der Sparkassenversicherung an, sowie einige andere Banken. Auch der ADAC hat in vielen größeren Städten Büros, in denen man an das Versicherungskennzeichen kommen kann.
Nicht jeder E-Scooter ist versicherbar
Ein weiterer Punkt, den man vor dem Versicherungsabschluss prüfen sollte: Der Scooter muss für den deutschen Straßenverkehr zugelassen sein. Üblicherweise bedeutet das, dass er eine Allgemeine Betriebserlaubnis, kurz ABE, oder eine entsprechende Einzelbetriebserlaubnis hat.
Das ist nicht nur eine technische Formalität. Ohne passende Betriebserlaubnis darf der Scooter nicht im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden. Außerdem nehmen Versicherer solche Fahrzeuge in der Regel gar nicht erst in die E-Scooter-Versicherung auf. Noch auf der Suche nach einem E-Scooter mit ABE? Hier ist ein empfohlenes Modell bei Zigbuy.
Beim Kauf sollte man deshalb auf Formulierungen wie mit Straßenzulassung, mit ABE oder für Deutschland zugelassen achten. Bei Importmodellen oder sehr günstigen Angeboten lohnt sich ein genauer Blick besonders. Eine CE-Kennzeichnung allein ersetzt keine deutsche Betriebserlaubnis. Ein Modell ohne ABE zu kaufen und dieses auf 20km/h zu drosseln ist nicht ausreichend, hier bräuchte man noch eine Einzelabnahme, die meist zu teuer ist, als dass sie sich für einen E-Scooter lohnen würde.
Alter kann den Beitrag deutlich beeinflussen
Beim Preisvergleich fällt schnell auf: Viele Versicherer unterscheiden nach dem Alter des Versicherungsnehmers oder der Fahrer. Häufig sind Tarife ab 23 Jahren günstiger. Für jüngere Fahrer können die Beiträge höher ausfallen.
Wichtig ist das nicht nur für denjenigen, der die Versicherung abschließt. Wenn im Haushalt Kinder oder Jugendliche den Scooter mitnutzen sollen, sollte man genau in die Bedingungen schauen. E-Scooter dürfen in Deutschland ab 14 Jahren gefahren werden, aber nicht jeder günstige Tarif passt automatisch, wenn auch jüngere Fahrer regelmäßig damit unterwegs sind.
Wer also einen Scooter für die Familie versichert, sollte nicht nur den günstigsten Preis anklicken, sondern prüfen, welche Fahrer tatsächlich eingeschlossen sind. Sonst spart man am falschen Ende.
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